Raphael Studienstätte
In Zusammenarbeit mit der  Medizinischen Sektion, Goetheanum, Schweiz 

Neue Form der Ausbildung in anthroposophischer Medizin vor dem staatlichen  Studium


Die Medizin leistet heute sagenhaft Gutes und Erstaunliches. Die Fortschritte sind in den letzten Jahren immer besser geworden. Niemand zweifelt an dem enormen Können des heutigen medizinischen Wirkens.

Wenn die Frage nach der Seele gestellt wird, wie sie in Gesundheits- und Krankheitsprozessen lebt und welche geistige Dimension im Körper zu finden ist, bleibt die Antwort allerdings aus. Wem diese Zusammenhänge wichtig sind, weil das Wichtigste am Menschen seine Seele und sein Geist sind, wird in der Anthroposophie und in dem von Rudolf Steiner vorgeschlagenen Selbsterkenntnis-Weg eine sehr fundierte Wissenschaft finden, die außerdem noch Mensch und Natur zusammenbringt. Auch das soziale Zusammenleben erhält wärmende, liebende Kraft durch diese Wissenschaft.

Das menschliche Körper-Seele-Geist-Gefüge ist sehr gut verstehbar, wenn man drei Funktionen im Zusammenhang sieht: mit dem Nerven-und Sinnes-System haben wir die Grundlage unseres Wahrnehmens und Denkens, mit den rhythmischen Prozessen, die vor allem im Herzen und in der Lunge zum Ausdruck kommen, aber auch in allen rhythmischem Vorgängen, haben wir die Grundlage unseres Fühlens; in den Stoffwechselprozessen und dem Bewegungssystem haben wir die Grundlage unseres Wollens.

Mit Übungen zur Verbesserung des sachlichen Denkens, der zuverlässigen Tatkraft und der seelischen Gelassenheit beginnt ein innerer Übungsweg, der sich bis zur Imagination, Inspiration und Intuition steigern kann und dabei zunehmend die Fehlerhaftigkeit des menschlichen Urteilens und Handelns ausschaltet. Man braucht für ein Medizinstudium die Fähigkeit des Überblickens, das bietet die anthroposophische Medizin. So lässt sich die Faktenfülle leichter lernen. Und dann sind die Ergebnisse und Beobachtungen der heutigen materialistischen Forschung und Medizin eine Bestätigung dessen, was Anthroposophie beschreibt.

Will man sich parallel zum Universitäts-Studium in die anthroposophische Medizin einarbeiten, bleibt dafür kaum Zeit übrig. Daher ist es günstig, ein Jahr vorher schon zu beginnen damit man diese zusätzliche Ausbildung später gut integrieren kann.

In dem Studienjahr in Heringen (bei Nordhausen/Südharz) können neue Diagnose-Möglichkeiten geübt werden, eigene Fähigkeiten ausgebildet werden und durch das Zuschauen bei der ärztlichen Tätigkeit viele Wahrnehmungen gemacht werden, die nützlich für Studium und Beruf sind.

Der Ein-Jahres-Kurs beinhaltet:

  • - das Einfühlungs-Seminar (meist Mitte des Jahres), in dem die Inhalte des Studiums und die Grundlagen der anthroposophischen Medizin besprochen werden und fünf weitere Vertiefung-Seminare
  • - halbtägiges Praktikum/Hospitation in Arztpraxen
  • - morgens gemeinsames Studium der anthroposophische Medizin („Grundlegendes zur Erweiterung der Heilkunst“)
  • - nachmittags Naturbeobachtungen und künstlerische Übungen